Chart: Strompreis für das Folgejahr an der European
Energy Exchange (EEX) in Leipzig
Obwohl der Anstieg der Brennstoffpreise langfristig
gesehen sicherlich einen Einfluss auf die Kosten der
Stromerzeugung und die Strompreise haben dürfte,
sollte die post liberale Preisentwicklung jedoch nur
zu einem geringen Teil auf die Preisentwicklung von
Primärenergieträgern zurückgeführt
werden da ein Grossteil der Energie in Deutschland mittelt
emissionsarmer Kern-spaltung erzeugt wird.
Lediglich mittelbaren Einfluss auf die Höhe des
Strompreises haben die intransparenten Netzzugangskosten
deutscher Netzbetreiber, die von dritten Anbietern in
ihrer Angebotskalkulation berücksichtigt werden
müssen. Zu wenig nachvollziehbar ist häufig
ihr Berechnungsgrundlage. Hier ist die Bundesnetzagentur
als Regulator in der Verpflichtung eine Vergleichbarkeit
der Netzkosten herzustellen und diese ab Januar 2008
mittels der sogenannten "Anreizregulierung"
diese auch deutlich zu senken.
Bedeutend hingegen ist die Preisentwicklung
von Emissionszertifikaten über den jüngst
aufgenommenen CO2 Handel. Durch den starken Anstieg
des CO2 Zertifikatepreises von unter € 10,00 /
Tonne Verschmutzungsrecht auf zeitweise mehr als €
30,00 / Tonne sind insbesondere die Futurepreise auf
Strom an der EEX in Leipzig für die kommenden Energielieferjahre
stark gestiegen.
Berichte , nach denen die CO2
Emissionen einiger EU Staaten in der ersten Handelsperiode
geringer ausfallen werden als ursprünglich erwartet
haben seit Mai 2006 zu einem kontinuierlichen Preisverfall
der Zertifikate nach sich gezogen.
Erst mit dem jüngsten Preisverfall
der EUAs für die erste Kyoto Phase 2005-2007 auf
zeitweise unter € 1,00 / Tonne (zweite Phase 2008-2012
auf € 13,75 / Tonne) gab es auch eine deutliche
Korrektur bei den Energiepreisen der bezüglichen
Energielieferjahre 2007 bzw. 2008 und 2009.
Gründe
für einen Anstieg des Industriestrompreises
• Integration von CO2 Zertifikatekosten
in die Strompreiskalkulation
• Anstieg der Brennstoffkosten
für Öl (Gas) und Kohle
• Verknappung der Stromproduktionskapazitäten
seit 1998
• Hohe Netzzugangskosten
im europäischen Vergleich
• Angebot und Nachfrageverhalten
der Marktteilnehmer
• kontinuierlicher
Anstieg staatlicher Steuern und Abgaben
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